Rechner
Höhenrechner — Druck und Tauchgrenzen in der Höhe
Tauchen in der Höhe unterscheidet sich vom Tauchen auf Meereshöhe: die Oberfläche startet bei niedrigerem Atmosphärendruck, dieselbe Tiefe ergibt also ein kleineres Druckverhältnis. Der Rechner liefert den Atmosphärendruck für jede Höhe und eine höhenangepasste MOD für das vorgesehene Gas.
Wie der Höhendruck berechnet wird
Die barometrische Formel liefert den Atmosphärendruck unter Annahme einer isothermen Atmosphäre bei 15 °C — gute Näherung für die Troposphäre, in der die meiste Höhentaucherei stattfindet.
P_atm(h) = P₀ × exp(−h ÷ H) P₀ sea-level atmospheric pressure (1.01325 bar) H scale height ≈ 8434 m at 15 °C h altitude (m)
Beispiel: Titicacasee auf 3812 m. P_atm ≈ 0,63 bar (vs. 1,01 bar Meereshöhe). MOD von EAN32 bei 1,4 ppO₂ in Süßwasser auf 3812 m ≈ 35 m — etwas tiefer als die MOD auf Meereshöhe, weil der atmosphärische Anteil kleiner ist und der hydrostatische Anteil mehr vom Druckbudget übernimmt.
Dekompression in der Höhe
Die MOD ist nur ein Stück. Die Höhen-Dekompression verlangt auch höhenkorrigierte Aufstiegsdecken — moderne Computer und Planer (auch der DiveTwin-Planer) regeln das, indem sie den lokalen Atmosphärendruck als Oberflächenreferenz nutzen. Daumenregel: über ~300 m Höhe als Höhentauchgang behandeln und den Verbandsverfahren folgen (Akklimatisierung, konservative GFs etc.).
Häufige Fragen
- Wie hoch ist der Atmosphärendruck auf 2000 m?
- Etwa 0,79 bar — rund 78 % des Meeresspiegels. Auf 3000 m fällt er auf ~0,69 bar.
- Ändert sich die MOD in der Höhe?
- Ja — und mehr, als man denkt. Niedrigerer Atmosphärendruck heißt: eine MOD-ppO₂ entspricht in Süßwasser einer größeren Tiefe. Der Rechner nutzt den höhenangepassten Umgebungsdruck.
- Wie lange muss man akklimatisieren?
- Verbände variieren, doch 12–24 Stunden in der Höhe vor dem Tauchgang sind ab ~1500 m üblich. Ohne Akklimatisierung wenden Planer Höhenkorrekturtabellen an, die NDLs effektiv kürzen.
- Und der Abstieg aus der Höhe nach dem Tauchgang?
- Der Abstieg in niedrigere Höhe nach dem Tauchgang ist im Grunde Dekompression — der Körper entgast schneller, wenn der Umgebungsdruck steigt. Fliegen oder fahren auf Meereshöhe folgt denselben Oberflächenintervall-Regeln wie Fliegen nach dem Tauchen.