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END-Rechner — Äquivalente Narkosetiefe
Die äquivalente Narkosetiefe (END) schätzt, wie narkotisch ein Gemisch in der Tiefe wirkt — ausgedrückt als die Lufttiefe, die eine vergleichbare Narkose erzeugen würde. Das END steuert den Heliumanteil eines Trimix — je tiefer der Tauchgang, desto mehr Helium, um das END im akzeptablen Bereich zu halten.
Wie das END berechnet wird
Stickstoff und Sauerstoff gelten in der hier verwendeten Konvention beide als narkotisch. Helium wird als nicht narkotisch behandelt. Das END ist die Tiefe, bei der die Summe der N₂- und O₂-Partialdrücke jenem entspricht, was Luft erzeugen würde.
END (m) = (FO₂ + FN₂) × (D + 10) − 10 FO₂ oxygen fraction FN₂ nitrogen fraction (1 − FO₂ − FHe) D actual depth (m)
Beispiel: Trimix 18/45 auf 60 m. FO₂ + FN₂ = 0,55. END = 0,55 × (60 + 10) − 10 ≈ 28 m. Mehr Helium senkt das END weiter, kostet aber Aufwand und Geld bei der Mischung.
Warum O₂ einbezogen wird
Die meisten modernen Texte und die Engine dieser Seite behandeln Sauerstoff als ebenso narkotisch wie Stickstoff. Ältere Quellen zählen nur Stickstoff, was ein etwas niedrigeres END ergibt — beide Konventionen sind belegbar, doch der FO₂ + FN₂-Ansatz ist Standard in der Tec-Planung.
Häufige Fragen
- Was ist ein typisches END-Limit?
- Die meisten Tec-Verbände setzen das END auf 30 m für normoxische Trimix-Tauchgänge und enger (24 m oder weniger) für hypoxische Gemische, bei denen Belastung und Gasdichte zusätzlich wirken.
- Wie hoch ist das END von Trimix 18/45 auf 60 m?
- Etwa 28 m mit der Standardkonvention FO₂ + FN₂. Dasselbe Gemisch auf 50 m fällt auf ~22 m, weshalb 18/45 ein typisches 50–60-m-Gas ist.
- Sollte ich speziell die O₂-Narkose im Auge haben?
- Die Diskussion läuft, doch Labor- und Felddaten zeigen, dass Sauerstoff bei höheren Partialdrücken zur Narkose beiträgt. O₂ als narkotisch zu zählen liefert ein etwas konservativeres END — eine nützliche Marge in der Mischgas-Planung.
- Kann ich das END für Nitrox nutzen?
- Ja — bei Nitrox ist FHe = 0, das END entspricht im Wesentlichen der echten Tiefe (N₂ wurde durch O₂ ersetzt, das hier als narkotisch gilt). Für reine Stickstoff-Narkose-Modellierung ist die EAD das Standardwerkzeug.